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Autismus
Autismus im Erwachsenenalter
Eine Autismus-Spektrums-Störung ist eine Form der Neurodivergenz und beschreibt Besonderheiten in der Wahrnehmung und Verarbeitung von Informationen, in der sozialen Kommunikation und Interaktion sowie häufig auch im Umgang mit Reizen, Routinen und Veränderungen.
Wie Autismus sich zeigt und erlebt wird, ist individuell sehr unterschiedlich. Es gibt nicht das eine typische Erscheinungsbild. Manche Besonderheiten sind bereits seit der Kindheit deutlich erkennbar, bei anderen Menschen werden sie erst im Erwachsenenalter als mögliche autistische Merkmale verstanden.
Eine Autismus-Diagnostik wird zur Zeit leider nicht angeboten
Autismus hat viele Facetten
Autistische Menschen unterscheiden sich ebenso voneinander wie nicht-autistische Menschen. Einzelne Merkmale können unterschiedlich stark ausgeprägt sein und sich je nach Lebenssituation und Umgebung verschieden zeigen.
Mögliche Besonderheiten können beispielsweise Bereiche betreffen wie:
- soziale Kommunikation und das intuitive Erfassen sozialer Situationen
- das Bedürfnis nach Klarheit, Vorhersehbarkeit und Routinen
- den Umgang mit Veränderungen oder unerwarteten Situationen
- eine intensive Beschäftigung mit bestimmten Interessen oder Themen
- die Wahrnehmung und Verarbeitung sensorischer Reize
- die Regulation von Aufmerksamkeit, Anspannung und Erholung
Entscheidend ist dabei nicht das Vorhandensein einzelner Eigenschaften. Viele dieser Merkmale kommen auch bei nicht-autistischen Menschen vor.
Warum Autismus im Erwachsenenalter oft unentdeckt bleibt
Nicht bei allen autistischen Menschen wird die Besonderheit bereits im Kindes- oder Jugendalter erkannt.
Manche entwickeln im Laufe ihres Lebens Strategien, mit denen sie sich an soziale Erwartungen und unterschiedliche Situationen anpassen. Verhaltensweisen können bewusst beobachtet und übernommen, soziale Situationen vorbereitet oder eigene Schwierigkeiten nach außen wenig sichtbar gemacht werden.
Eine solche Anpassung wird häufig als Masking oder Camouflaging bezeichnet. Sie kann dazu beitragen, dass autistische Merkmale von anderen Menschen lange nicht wahrgenommen werden.
Gleichzeitig kann die fortwährende Anpassung erhebliche Kraft beanspruchen. Manche Erwachsene beginnen deshalb erst nach vielen Jahren, bisherige Erfahrungen und Schwierigkeiten unter dem Gesichtspunkt einer möglichen Autismus-Spektrum-Störung neu zu betrachten.
Autismus und ADHS
Autismus und ADHS sind unterschiedliche neuromentale Störungsbilder, können jedoch gemeinsam auftreten. Gleichzeitig gibt es Bereiche, in denen sich Erfahrungen und Schwierigkeiten ähneln können.
Das kann beispielsweise Aufmerksamkeit und Reizverarbeitung, soziale Situationen, Alltagsorganisation oder den Umgang mit Anforderungen betreffen.
Ähnliche Beobachtungen bedeuten deshalb nicht automatisch, dass Autismus oder ADHS vorliegt. Für die diagnostische Einordnung ist das Gesamtbild einschließlich der Entwicklung seit der Kindheit entscheidend.
Eine ADHS-Diagnostik für Erwachsene wird angeboten.
Diagnostik von Autismus-Spektrum-Störungen
Die Beschäftigung mit Autismus kann helfen, eigene Erfahrungen aus einer neuen Perspektive zu betrachten. Informationen, Erfahrungsberichte und Selbsttests können erste Anhaltspunkte liefern, ersetzen jedoch keine fachgerechte Diagnostik.
Eine Autismus-Diagnostik im Erwachsenenalter betrachtet nicht nur aktuelle Merkmale. Von Bedeutung ist insbesondere auch die Entwicklung seit der Kindheit. Je nach diagnostischem Vorgehen können deshalb beispielsweise Angaben von Personen, die den Betroffenen bereits als Kind kannten, sowie vorhandene Unterlagen aus der Kindheit hilfreich sein.
Eine Autismus-Diagnostik wird zur Zeit leider nicht angeboten
Für eine Autismus-Diagnostik im Erwachsenenalter kann beispielsweise die Praxis von Dipl.-Psych. Alexander Klose in Eckernförde kontaktiert werden.
